Der New Yorker vom 13.6.1942 veröffentlichte eine scherzhaft-apokryphe Anekdote aus Princeton, wonach ein ungenannter Professor TM dort einen Besuch machte und beim Weggehen seinen Hut verlangte, der im ganzen Hause Mann nicht mehr zu finden war. Der Professor legte sodann TM den ganzen Fall schriftlich vor; TM antwortete, wenn sein Butler erkläre, der Professor habe gar keinen Hut getragen, als er ihn besuchte, so müsse er sich daran halten. Der Hut blieb verschwunden. TM antwortete auf die skurrile Geschichte in einem Brief vom 17.6.1942 aus Pacific Palisades an die Redaktion, der Professor, dem das Mißgeschick widerfahren, solle sich nur melden und seine Hutnummer angeben, und er werde ihm mit Vergnügen einen neuen Zylinder sowie einen Panamahut, eine Melone, einen Sombrero, eine Pelzkappe und einen Stahlhelm stiften. »Long live the New Yorker!« Die Zeitschrift veröffentlichte die Replik am 4.7.1942.
Mit seiner Vorliebe für makellosen Stil und zeitlose Eleganz wäre er heute zweifellos der Star auf jedem roten Teppich. Und er wusste: Der richtige Hut verleiht Charakter. Welche Modelle setzen 2025 das stärkste Fashion-Statement?
1. Der Fedora: Klassisch mit modernem Twist
Der Fedora bleibt ein zeitloser Klassiker. Besonders in klassischen gedeckten Farben wie Schwarz, Braun und Beige, kombiniert mit strukturiertem Filz und breiter Krempe, vereint der Fedora, hier in Budapest von Thomas Mann eindrücklich bewiesen, Eleganz und Lässigkeit.
2. Homburger: Die bürgerliche Ikone
Der Homburger strahlt seriöse Eleganz und aristokratischen Charme aus. Mit seiner hochgebogenen Krempe und der markanten Delle in der Krone verkörpert er zeitlose Klasse – wie Thomas Mann hier am Bahnschalter in Köln eindrucksvoll beweist. Dieser Hut ist die perfekte Wahl für einen kultivierten Auftritt mit subtiler Autorität. Styling-Tipp: Anthrazitfarbener Woll-Homburger zu dreiteiligem Anzug und polierten Oxford-Schuhen – stilvoll für Abendveranstaltungen.
3. Bucket Hats: Vom Streetstyle zur Luxusmode
Der Bucket Hat, ursprünglich ein sportliches Accessoire, hat sich längst in die High-Fashion-Welt etabliert. Perfekt für alle, die einen lässigen, aber dennoch modischen Look lieben. Und auch Katjas Glockenhut (oder Cloche) darf nicht unerwähnt bleiben.
4. Baker Boy Hats: Retro-Chic für den Alltag
Der Baker Boy Hat (auch bekannt als Schiebermütze oder Newsboy Cap) erlebt ein starkes Revival. Er verleiht jedem Outfit eine nostalgische Note und ist sowohl in klassischen Wollstoffen als auch in modernen Varianten aus Leder oder Tweed erhältlich. Besonders in Kombination mit oversized Blazern und Stiefeln wird er zum modischen Statement.
5. Panamas: Sommerliche Hingucker
Leicht, exklusiv, mondän. Handgeflochten aus ecuadorianischem Toquilla-Stroh, ist der Panama-Hut die Krone der Sommeraccessoires – ein Must-have von Los Angeles bis Lübeck. Fun Fact: Mann importierte echte ecuadorianische Toquilla-Hüte, während DDR-Funktionäre wie Honecker auf Kunststoff-Imitate zurückgriffen: Leichter als ein Blatt Papier - DER SPIEGEL.
6. Kapitänsmütze (Prinz-Heinrich-Mütze): Maritime Attitüde
Am Strand darf das Familienoberhaupt auch mal die Kapitänsmütze aufsetzen. Kombiniert mit blauem Blazer und weißen Sommerschuhen wird der Look zum idealen – wenn auch leicht ekzentrischen Mode-Statement.
Ob Winter:
Oder Sommer:
Thomas Mann hat für jeden Anlass einen passenden Hut.
Jeden?
Zum Autofahren.
Zum Kaffee trinken.
Für die Fahrradtour.
Also wirklich für jeden:
Ob klassisch, lässig oder extravagant – Hüte bleiben auch 2025 ein unverzichtbares Mode-Statement. Für jeden Anlass gibt es die passende Kopfbedeckung. Ganz gleich, ob beim Schreiben, Reisen oder Flanieren – mit Stil und Charakter gekrönt bleibt der Hut ein zeitloses Symbol der Eleganz.
PS: Für jeden in der Familie findet sich ein Hut:
Über die Autorin
Marie Limbourg ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Buddenbrookhaus – Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in Lübeck und Doktorandin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Dissertation widmet sich dem Werk und Erzählen Walter Kempowskis. Zuvor war sie als Referentin für Gremien- und Projektmanagement bei der Geschäftsstelle der Rhein-Main-Universitäten und als Koordinatorin des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel am Deutschen Literaturarchiv Marbach tätig. Sie ist im Sprecher:innen-Team der Jungen Deutschen Schillergesellschaft und des Jungen Forum Thomas Mann (Junge Abteilung der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft).















